Warum Katzen Training?

Die Katze hat dem Hund den Platz des beliebtesten Haustieres in Deutschland den Rang abgelaufen!

Katzen können gut in der Wohnung gehalten werden, sie sind da recht anpassungsfähig. Jedoch haben sie Bedürfnisse und Verhaltensweisen, die bei einer reinen Wohnungshaltung nicht genügend ausgelebt werden können (z.B. Jagd, Revier Betreuung).

Das häufigste Problem ist die Langeweile. Um diese zu verhindern, ist es notwendig, die Katze zu beschäftigen. Nicht nur die körperliche (Spielangel, Spielmäuse usw.) sondern auch die geistige Beschäftigung ist wichtig, um in der für Katzen reizarmen Umgebung Reize zu setzen. 10 Minuten geistige Aktivität ist vergleichbar mit 20 - 30 Minuten körperlicher Arbeit. Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass die Bindung zwischen Katze und Halter enger und vertrauter wird.

Sie werden merken, dass durch gezieltes Training mit ihrem Vierbeiner vieles im Umgang miteinander einfacher wird. So kann zum Beispiel der Besuch beim Tierarzt viel entspannter werden, wenn man regelmäßig den Gang in die Transportbox übt. Durch die sinnvolle Beschäftigung mit der Katze entsteht weniger Langeweile und sie macht weniger Unsinn, wie z.B. das typische an der Gardine hoch klettern!

Es macht auch Spaß der Katze Tricks beizubringen und als Besitzer staunt man immer wieder was Katzen lernen können, vor allem in welcher Schnelligkeit.

Was ist Clickern?


Um diese Trainingsmethode besser zu verstehen, müssen wir einen kleinen Ausflug in die Verhaltenslehre von Tieren machen!

Klassische Konditionierung nach Pawlow
Pawlow war ein russischer Physiologe, der bei seinen Untersuchungen zu den Verdauungsprozessen von Hunden, 1918 durch Zufall die Zusammenhänge der klassischen Konditionierung entdeckte. Er stellt fest, dass die Hunde bereits bei dem Sehen des Futtermeisters, vermehrt speichelten und wollte das anhand eines Experimentes untersuchen.

Experiment:

  1. Dem Hund wird ein künstlicher Reiz geboten:

    Klingeln einer Glocke

  2. Reaktion des Hundes: keine

  3. Dem Hund wird ein natürlicher Reiz geboten:

    Futter im Napf

  4. Reaktion des Hundes: Speichelfluss

  5. Dem Hund wird ein Künstlicher Reiz und ein natürlicher Reiz mehrmals geboten:

    Klingel und gleichzeitig Futter im Napf

  6. Reaktion des Hundes: Speichelfluss

  7. Dem Hund wird ein Künstlicher Reiz geboten:

    Klingeln einer Glocke

  8. Reaktion des Hundes: Speichelfluss


Der Hund lernt bei der klassischen Konditionierung auf einen unbedeutenden Reiz einen angeborenen Reflex zu zeigen.
Def.: Klassische Konditionierung besagt, dass einem natürlichen, meist angeborenen, sogenannten unbedingten Reflex (Speicheln bei Futter) durch Lernen ein neuer, bedingter Reflex (Speicheln bei Glocke) hinzugefügt werden kann.
Beispiel: Kühlschrank/Futterbox geht auf Katze steht am Futternapf.

Diesen Reflex brauchen wir, um die Katze auf den Clicker zu konditionieren, damit sie etwas damit verbinden kann!

Operante Konditionierung nach Skinner
Er untersuche das Lernverhalten von Tieren und baute dafür eine „Skinner-Box“.

Skinner-Box

In einem Käfig befinden sich ein Hebel und ein Futternapf mit Futterspender. Der Futterspender gibt Futter frei, sobald der Hebel betätigt wird. Jetzt wird eine Maus oder Ratte in den Käfig gesetzt, beim ersten Mal betätigt sie den Hebel durch Zufall, um so öfter sie aber Futter dadurch erhält, um so bewusster wird sie den Hebel einsetzen!

Def.: Als operante Konditionierung wird ein Lernvorgang bezeichnet, bei dem ein spontan gezeigtes Verhalten von Tier oder Mensch durch ein nachfolgendes Ereignis verstärkt wird und in der Folge deshalb häufiger gezeigt wird.

Das ist das zweite Geheimnis des Clickern. Ein zufällig gezeigtes verhalten wird positiv bestätigt und dadurch häufiger gezeigt.

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